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Erst Killerspiele nun Tötungstrainingssoftware · 03.04.2009 17:15
Es wird ja immer besser nicht nur das jeder Egoshooter gleich mit Counter Strike verglichen wird (meisten sogar mit dem alten Counter Strike 1.6), nein nun ist es sogar schon Tötungstrainingsoftware – absolutes Unwort – zumindest laut Innenminister Joachim Herrmann, hat bestimmt auch eine Linkkette zu Wikileaks.
Killerspiele gehören bislang zu den intensiv beworbenen Hauptumsatzträgern der Branche. Mit derartiger Tötungstrainingssoftware, die zum Beispiel von der US-Army zur Vorbereitung von Soldaten auf Kampfeinsätze verwendet wird, dürfen in Deutschland keine Geschäfte mehr gemacht werden.
Bisher ist bekannt das die US Army Counter Strike dafür genutzt hat, das die Army das aber schon länger so macht wurde nicht genannt. Das Spiel Americas Army ist auch nur ein Werbespiel von der US Army was sogar direkt von diesen in Auftrag gegeben wurde. Counter Strike ist jediglich eine Mod für Half Life.
Der Brüller ist aber das:
In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.
Das tut so weh, kann nicht mal eine kompetente Person mehr in unserer ‘Regierung’ arbeiten? Wird sich denn nur noch auf Studien verlassen? Laut einer Studie sorgen Rennspiele für einen Höheren Puls als Egoshooter, wollen die demnächst auch jede Rennsimulation verbieten (die meisten haben “Freigegeben ohne Altersbeschränkung”).
Einige Spieleverbände haben auch schon, zu Recht, Protest eingelegt.
Update: Ich muss mein Blog breiter machen.
Tags: abschaffen, junta, rücktritt fordernKategorie: blogging
— BloodyWing
Kommentare
Unfassbar: Telekom + Update | Phillip Toledano - Days with my father


Brief an die Bayerische Staatsregierung:
Sehr geehrte Damen und Herren,
für Herrn Innenminister Herrmann ist es laut Pressemitteilung “wissenschaftlich klar erwiesen, dass der andauernde Konsum derartiger [Computer-]Spiele, in denen Gewalt und Brutalität anders als bei Filmen aktiv ausgeübt und gesteuert wird, die Gewaltbereitschaft fördert und die Fähigkeit, Mitleid zu empfinden, verkümmern lässt.”
( Quelle: http://www.stmi.bayern.de/presse/archiv/2009/127.php )
Da mir keine einzige Quelle bekannt ist, wonach dies „wissenschaftlich klar erwiesen“ ist, hätte ich hierfür gerne eine beispielhafte Quellenangabe von nur einer wissenschaftlichen Veröffentlichung, welche zu diesem eindeutigen Ergebnis kommt und weshalb beispielsweise die von mir genossene staatliche Zwangsausbildung zum mitleidlosen Töten (Bundeswehr) diese oben beschriebene Wirkung nicht haben soll.
Zudem möchte ich darauf aufmerksam machen, dass im Zuge von „LAN-Partys“ es keinen einzigen Fall gibt, bei dem die Polizei wegen gewaltsamer Ausschreitungen eingreifen musste – übrigens im Gegensatz zu Fußballspielen, in deren Umfeld es in der Bundesrepublik erwiesenermaßen bereits etliche Tote gab – komischerweise fordert kein Politiker, Fußball zu verbieten.
Zudem würde mich interessieren, weshalb von den Millionen Wehrmachtveteranen, welche nun wirklich ohne Zweifel zum „mitleidlosem Töten“ erzogen wurden und dies auch Jahrelang praktizieren mussten, es nach dem Kriege nur einen einzigen Fall eines amoklaufenden Veteranen gab (am 11. Juni 1964 in Köln ). Ist Herr Herrmann der Meinung, dass Computerspiele stärker traumatisieren als der Zweite Weltkrieg?
Ich selber habe noch im Studium diese Spiele gespielt und habe als junger mehrfacher Familienvater und Diplomingenieur heute andere Präferenzen – nach der Mitteilung von Herrn Herrmann und die angeblichen „wissenschaftlichen Nachweise“ mache ich mir jedoch Sorgen über verborgene potentielle Traumatisierungen, welche möglicherweise in mir schlummern.
Daher nochmals die Bitte meinerseits nach wenigstens einer ernsthaften Veröffentlichung mit besagtem „eindeutigen Nachweis“
Mit freundlichen Grüßen
————————
— Peter · Mittwoch April 8, 2009 · #
Ja eben ich möchte auch den wissenschaftlichen Beweis sehen. Ich habe auch Jahrelang Egoshooter gespielt, einfach nur um Unterhalten zu werden, Es kommt nun mal vor das in einem Egoshooter auch mal Blut spritzt oder Köpfe nach dem Schießen nicht mehr an der Stelle sind wo sie ein mal waren (Ich muss das Kommentarfeld vergrößern). So was macht aber meiner Meinung nach noch lange keinen Amokläufer aus jedem Menschen, da gehört weitaus mehr dazu. Ich will auch in dem Artikel hier von mir nicht alle Schuld auf andere Personen schieben die einem womöglich gemobbt haben – ich bin auch nicht Amok gelaufen.
Ich glaube sogar daran das Shooter dazu beitragen seinen Frust mal richtig los zu werden, halt mal abreagieren, andere machen das mit Fußball, wieder jemand anders geht in einen Kampfsport, der Dritte schießt im Schützenverein auf Tontauben und ein Anderer spielt mal Doom 3 (um mal ein anderes Beispiel als CS zu nennen).
Nach einem Amoklauf wird ja immer erst mal der Rechner des Schützen nach “verdächtigen” Material durchsucht, mich würde es mal wundern wenn mal nicht Counter Strike gefunden wird, aber selbst dann heißt es wieder er hat ‘Tötungstrainingssoftware’ gespielt.
Danke Peter für den Kommentar
— bloodywing · Mittwoch April 8, 2009 · #